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Internationalisierung

Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland gehört mit ca. 4.5 Mio. Beschäftigten und einem Ausgabenvolumen von über 250 Mrd. € zu den größten Sektoren der Volkswirtschaft mit hohen Beschäftigungs- und Innovationspotenzialen. Die Alterung der Bevölkerung verbunden mit medizinischen Innovationen lässt auch zukünftig eine positive Wachstumsdynamik erwarten.
National betrachtet stoßen diese Potenziale jedoch an enge Grenzen, bedenkt man, dass in der Bundesrepublik lediglich 2-3 Prozent aller Patienten weltweit behandelt werden und der Umsatzanteil an den Weltgesundheitsausgaben bei 7-8 Prozent liegt. Die Volkswirtschaft Deutschlands ist maßgeblich exportorientiert aufgestellt. Wenn einer der großen Wachstumssektoren der Volkswirtschaft sich lediglich national entwickelt, wird unter dem Gesichtspunkt einer zu erwartenden Ausgabensteigerung Wachstum begrenzt und die Innovations- so wie Versorgungskapazität gefährdet.
Einige Teilbereiche des Gesundheitsmarktes sind bereits international orientiert. Produktentwicklungen in der Pharmaindustrie, Medizin- und Biotechnik sind weltweit ausgerichtet, um eine Gegenfinanzierung der Entwicklungskosten gewährleisten zu können. Der Fokus auf einen Markt allein würde eine Gegenfinanzierung und Gewinn nicht ermöglichen. Forschung und Entwicklung sind in diesem Zusammenhang eng mit diagnostischen und therapeutischen Dienstleistungen verbunden. Wenn innovationsorientierte Gesundheitsdienstleister nicht vom wissenschaftlich technischen Fortschritt abgehängt werden wollen müssen sie sich ebenso international aufstellen.
Ein Fokus liegt dabei auf den so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), die in den letzten Jahren eine starke wirtschaftliche Wachstumsdynamik entwickelt haben. Der Markt für medizinische Produkte wächst stetig, allerdings zeigt sich, dass Hightech Produkte „Made in Germany“ eine entsprechende Infrastruktur voraussetzen. Es sind Systemlösungen gefragt, die Know-How über Infrastruktur und das Produkt miteinander verbinden. Diese Lösungen müssen auf die spezifischen Anforderungen und Möglichkeiten des jeweiligen Landes zugeschnitten werden, um passgenaue Ergebnisse anbieten zu können. Dabei ist es sinnvoll indikationsspezifische Lösungen für zukünftig vermehrt auftretende Krankheitsbilder besonders zu betrachten.